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Gewinner und Verlierer der Gesundheitsreform econsult als RSS-Feed: Aktuelle Nachrichten für Ihren Newsreader Drucken E-Mail

Aus Sicht der deutschen Bevölkerung lässt sich die Frage nach den Gewinnern und Verlierern beim Thema Gesundheitsreform klar beantworten. Nach Meinung der Bürger profitieren vor allem die Pharmahersteller von der Reform, während die gesetzlich Krankenversicherten als klare Verlierer dastehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics.

 

In einer aktuellen Umfrage zum Thema "Gewinner und Verlierer der Gesundheitsreform", bei der 1000 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden, wird deutlich, dass sich die Bürger bei der Gesundheitsreform als eindeutige Verlierer sehen. Vier von fünf Befragten sehen die Pharmahersteller als Gewinner der von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) ins Leben gerufenen Reform. Private Krankenversicherungen (70 %), die Bundesregierung (66 %), Apotheker (59 %) sowie die gesetzlichen Krankenkassen (51 %) werden ebenfalls als Gewinner wahrgenommen. Gespalten ist die Meinung der Befragten lediglich in Bezug auf Ärzte und Privatversicherte. Gesetzlich Krankenversicherte stehen hingegen allein und klar auf der Verliererseite.

 

Gründe sehen die Befragten der Studie zufolge in der großen Einflussnahme der Lobby der Pharmaunternehmen auf die Gesundheitsreform. 70 % der Befragten sehen diese als stark an, während gleichzeitig nur 14 % es für in diesem Umfang als wünschenswert erachten. Den Einfluss der gesetzlichen Krankenkassen schätzen die Befragten hingegen als relativ gering ein. Nur jeder Vierte schreibt diesen einen starken Einfluss auf den Reformprozess zu. Dieser Faktor deckt sich allerdings mit den Erwartungen der Bürger, da hier rund 30 % eine starke Einflussnahme der Krankenkassen als wünschenswert erachten.

 

Insgesamt wird durch die Studie deutlich, dass viele Pharmaunternehmen zwar einen hohen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung haben, doch nur wenige mehr Sympathie als Antipathie erzeugen. Die Mehrheit wird von den Befragten als neutral oder unsympathisch beschrieben.

 

Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH


Nürnberg, 04.03.2011


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